Montag, 18. Dezember 2017

Woher kommt das Seitenstechen?

aceshot100100037Jeder kennt das unangenehme Symptom: Man rennt oder betätigt sich sonst sportlich und plötzlich spürt man ein schmerzhaftes Stechen oberhalb der Hüfte, das erst langsam wieder nachlässt. Woher dieses rührt, ist kurioserweise bis heute nicht ganz geklärt. Es gibt aber im Wesentlichen zwei naheliegende Theorien.

Die eine geht davon aus, dass durch die körperliche (Über-)Belastung die Milz leicht anschwillt und deren Umhüllung ungewöhnlich gedehnt wird. Dies soll schließlich den gewohnten Schmerz erzeugen. Die andere Theorie nimmt an, dass der Schmerz vom Zwerchfell herrührt. Es handelt sich dabei um einen für unsere Atmung sehr wichtigen Muskel. Durch die sportliche Betätigung atmen wir tief und schnell, weswegen dieser ungewöhnlich belastet wird. Hinzu kommt ein Sauerstoffmangel, der schließlich zu einer Verkrampfung des Zwerchfells und somit zu den bekannten Schmerzen führt.

Sicher ist, dass trainierte Menschen weit weniger anfällig für Seitenstechen sind, als untrainierte.

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Warum kommen nur Jungs in den Stimmbruch?

9350770_webDie Pubertät macht aus Jugendlichen endgültig Erwachsene. Das ist auch an der Stimme hörbar. Sie „bricht“ – womit eigentlich gemeint ist, dass sie sich merklich verändert. Dass davon nur Jungs betroffen sind, ist nicht ganz richtig. Auch Mädchen kommen in den Stimmbruch – nur nicht so stark.

Verantwortlich für die Stimmveränderung ist das verhältnismäßig rasche Wachsen des Kehlkopfes. In ihm sind unsere Stimmlippen gespannt, wie Gummis die durch Schwingung einen Ton erzeugen – unsere Stimme. Je weiter sich der Kehlkopf ausdehnt, umso mehr werden die Stimmlippen gedehnt. Längere Stimmlippen erzeugen tiefere Töne. Das ist das ganze Geheimnis des Stimmbruchs.

Dass dieser bei Jungs deutlich stärker ausgeprägt ist, als bei Mädchen liegt an dem männlichen Hormon Testosteron. Zwar wird dies auch bei Mädchen ausgeschüttet, aber bei weitem nicht in den Mengen wie bei den männlichen Gegenübern. Die Folge: Der Kehlkopf wächst, aber lange nicht so schnell. Zum Vergleich: Während sich die Stimmlippen bei Mädchen um nur drei oder vier Millimeter ausdehnen, ist es bei Jungs mehr als doppelt so viel.

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Bekommen wir von Kummer und Stress graue Haare?

old-lady-208723_1280Der Volksmund behauptet, von Stress und Sorgen bekäme man graue Haare. Um zu prüfen, ob er damit recht hat, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, wie graue Haare entstehen. Unsere Zellen mit dem schwierigen Namen Melanozyten, produzieren das Pigment Melanin. Dieses ist dafür verantwortlich, Farbe in unser Haar zu bringen. Bilden sich diese Zellen zurück, wird entsprechend weniger Melanin produziert und das Haar wird farblos, also weiß.

Diese Vorgang wird jedoch wohl kaum durch Kummer und Sorgen ausgelöst, sondern ist ein natürlicher Alterungsprozess in unserem Körper. Dieser unterliegt unseren Genen, weswegen der eine früher als der andere ergraut. Insofern dürfte auch das Phänomen vom Ergrauen über Nacht im Bereich der Mythen angesiedelt werden. Sehr wohl Einfluss auf die Melaninproduktion haben ein Eisen- oder Vitaminmangel. Inwieweit aber auch hier eine entsprechende genetische Veranlagung vonnöten ist, um den Unterschied merklich werden zu lassen, ist unbekannt.

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Warum können wir uns an Manches so gut erinnern, an anderes nicht?

human-20424Die meisten von uns können sich sehr gut an einschneidende Ereignisse erinnern: Den ersten Kuss, einen schlimmen Autounfall, denn 11. September 2001… Noch Jahrzehnte später sind uns noch so kleine Details dieser Ereignisse klar vor Augen, während wir uns andererseits noch nicht einmal an den Namen eines Gesprächspartners von vor zwei Tagen erinnern können. Warum macht unser Gedächtnis solch große Unterschiede? Wie lange können wir uns generell zurückerinnern?

Grundsätzlich beginnt unser Bewußtsein und damit unsere Erinnerung nach dem dritten Lebensjahr. Kaum jemand kann sich an Geschehnisse davor erinnern. Warum dem so ist, das kann die Wissenschaft bis heute nur vermuten. Sicher hingegen ist: Danach speichern wir Informationen in unserem Gehirn immer in einem gewissen Kontext ab. Anders ausgedrückt: Informationen, die eng verbunden mit bestimmten Orten oder Bildern sind, graben sich tiefer ins Gedächtnis als andere, eher abstrakte. Diese natürliche Selektion führt dazu, dass wir nach schon vier Tagen Dreiviertel der zunächst gemerkten Informationen wieder verwerfern, also vergessen.

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Warum haben wir nicht überall Haare?

678698_original_clipdealer.deDer menschliche Körper ist überwiegend nackt, zumindest ohne dichtes, sichtbares Haarkleid. Der Kopf, die Achselhöhlen und der Schambereich bilden hier eine Ausnahme. Bei Männern gibt es zudem meist noch mehr oder weniger dichtes Brusthaar. Doch warum sind die Haare nur auf diese bekannten Stellen verteilt?

Unsere Vorfahren der Steinzeit waren noch deutlich dichter behaart als wir es heute sind. Der äußerliche Unterschied zu den Affen war bei weitem nicht so groß wie heutzutage. Das dichte Körperhaar fungierte wie bei den tierischen Verwandten noch als Fell, also als Kleidungsersatz. Es schützte vor Kälte, direkter Sonneneinstrahlung und Niederschlag. Der noch junge Mensch zog sich schließlich mehr und mehr in wärmere Gebiete, ins heutige Afrika, zurück und entledigte sich aufgrund der dortigen, klimatischen Verhältnisse über Generationen hinweg mehr und mehr seiner Haarpracht. Die Körper wurden nackter und nackter. Als die Menschen schließlich auch wieder in kühlere Gefilde zogen, hatten sie gelernt als Fellersatz Kleidung herzustellen. Eine Initialzündung zum erneuten Wachstum von Körperhaar fehlte also.

Vor diesem Hintergrund lässt sich ziemlich schlüssig erklären, warum wir (zumindest die meisten von uns) bis heute dichtes Haar auf dem Kopf tragen. Es dürfte der Schutz vor Sonne und Witterung sein. Warum wir aber unter den Achseln und im Genitalbereich noch immer behaart sind, das können selbst Wissenschaftler nur vermuten. Es scheint – entgegen allen Enthaarungstrends – ein Schutz vor Keimen und Bakterien zu sein.

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Wann ist ein Mensch tot?

cemetery-15098_1280Die Frage, wann ein Mensch tot ist, dürfte nicht nur eine der bewegendsten, sondern auch eine der am schwersten zu beantwortenden Fragen der Menschheit sein. Wir möchten trotzdem versuchen, sie hier möglichst allumfassend zu beantworten. Zunächst muss man einmal trennen zwischen der rein medizinischen und der religiösen, spirituellen Auffassung von „tot“. Wir beschränken uns aus gutem Grunde hier ausdrücklich auf die medizinische, möglichst wissenschaftliche Antwort auf diese Frage.

Früher war die Bestimmung des Todes eine ziemlich klare Sache: Wessen Herz und somit Kreislauf zum erliegen kam, war tot. Dass das nicht zwangsläufig richtig ist, zeigten die neuen, vielfältigen Methoden der Notfallmedizin mit all den Möglichkeiten der Reanimation. Ein Herzstillstand kann heutzutage durch Herzdruckmassage und Beatmung überbrückt oder sogar revidiert werden. Weitere medizinische Behandlung holt somit die früher Totgesagten tatsächlich zurück ins Leben. Ist der Kreislauf aber für länger als acht bis zehn Minuten ausgefallen, beginnt das Gehirn abzusterben. Anders ausgedrückt: Es ist durchaus möglich, dass das Herz eines Menschen (wieder) schlägt, sein Kreislauf aufrecht erhalten werden kann, aber das Gehrin absgestorben ist. Ist dieser Mensch nun tot oder lebt er noch? In den Mittelpunkt des Interesses rückte an dieser Stelle nun die Hirnfunktion und die Hirnstrommessung (EEG). Der Hirntod als Todeszeitpunkt wurde Ende der 60er Jahre eingeführt. Man geht dabei vom Ausfall des gesamten Gehirns aus: Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Allerdings sind sich die Ärzte nicht sicher, ob der Patient dann schon sein Bewusstsein verloren hat, da dies in höheren Hirnbereichen angesiedelt ist und theoretisch noch funktionieren könnte. Und schon ist man mittendrin in der Debatte um Organspende: Ab wann ist die Entnahme von Organen nicht nur ethisch gerechtfertigt, sondern auch tatsächlich ohne qualvolles Bewusstsein möglich? Unter Medizinern gilt der Ausfall des Hirnstammes allgemein als „point of no return“. Ob dies wirklich der Tod des Menschen ist?! Niemand weiß es wirklich…

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Warum läuft bei Kälte die Nase?

867663_original_clipdealer.deDie Nase sorgt nicht einfach nur für die notwendige Zufuhr von Atemluft, sie hat zudem die immens wichtige Aufgabe, die eingesogene Luft zu filtern und aufzubereiten. Zum Schutz der unteren Atemwege ist es notwendig, dass die Luft auf etwa 30 Grad erwärmt und befeuchtet wird. Dadurch werden die nachfolgenden Schleimheute bis hinunter in die tiefe Lunge „geschmiert“ und damit gepflegt. Das ist deshalb so wichtig, weil eine gesunde Schleimhaut die allermeisten Viren und Bakterien abfangen kann, bevor diese sich vermehren und zu einem Infekt führen.

Kalte Luft kann deutlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als wärmere. Gehen wir im Winter also hinaus in die Kälte wird unsere empfindliche Nase nicht nur mit einem drastischen Temperaturunterschied, sondern auch mit extremer Trockenheit konfrontiert. Die eingesogene, kalte Luft wird schlagartig erwärmt und die Aufnahmefähigkeit von Feuchtigkeit steigt rasch. In kürzester Zeit verdunstet somit das Wasser der Nasenschleimhaut in der plötzlich stark erwärmten Luft. Um die im Verhältnis zur Körperwärme extrem kalte Außenluft schneller anzuwärmen, werden in kürzester Zeit die Nasenmuscheln in der Nasenhöhle mit warmem Blut versorgt und schwellen an. Gleichzeitig produziert die Nasenschleimhaut deutlich mehr Sekret, um dem damit verbundenen Trocknungseffekt entgegen zu wirken. Es hat also sein Gutes, wenn im Winter die Nase tropft.

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Wieso bekommt man nach exzessivem Alkoholgenuss einen Kater?

stress-111426_1280Die als Kater oder Katzenjammer bekannten Folgen von ausuferndem Alkoholgenuss am Vortag nennt die Medizin Alkoholintoxikation. Die allseits bekannten Symptome wie Kopfschmerzen, ein flaues Gefühl im Magen und allgemeinem Unwohlsein rühren jedoch nicht etwa von der Giftwirkung des Alkohols, sondern von dessen Eigenschaft her, dem Körper in großen Mengen Flüssigkeit zu entziehen. Diese Dehydratation führt zum schnellen Entzug von Stoffen aus dem Blut. Außerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung körpereigener Eiweiße durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols.

Die berühmten Katerkopfschmerzen entstehen übrigens nicht im Gehirn. Dieses ist nämlich vollkommen schmerzunempfindlich. Der Entzug von Wasser führt vielmehr zu einer zeitweisen Schrumpfung des Gehirns. Dieses zerrt in der Folge an der umgebenden Hirnhaut, die somit den bekannten Schmerz erzeugt.

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Tötet Alkohol Gehirnzellen ab?

the-customary-62252_1280Die Behauptung, jeder Alkoholrausch töte unmittelbar Gehirnzellen ab, hält sich hartnäckig schon seit dem frühen 19. Jahrhundert. Richtig ist sie deshalb jedoch noch lange nicht. Ungezügelten Alkoholgenuss deshalb aber als „gesund“ zu bezeichnen wäre ebenso falsch wie fatal. Alkohol, genauer gesagt Ethanol, wirkt im menschlichen Organismus toxisch, ist also ein Nervengift. Ein Forscherteam des Heidelberger Universitätsklinikums hat nachgewiesen, dass eine vergleichsweise moderate Menge Alkohol von drei Gläsern Bier oder zwei Gläsern Wein schon innerhalb von sechs Minuten in den Gehirnzellen Veränderungen herbeiführt. Unser Gehirn schaltet dann sozusagen in einen anderen Modus und statt Glukose nutzt es ein Abbauprodukt des Alkohols zur Energiegewinnung. Auch eine schädliche Wirkung zeigt sich rasch: Mit steigendem Alkoholpegel sinkt die Konzentration von zellschützenden Stoffen wie Kreatin und Aspartat. Insofern schädigt der Alkohol nicht selbst aktiv die Gehirnzellen, sondern nimmt ihnen den Schutz vor äußeren Einflüssen. Diese Wirkung ist zwar reversibel, sodass bereits am Folgetag die aufgetretene Schwächung der Zellen verschwunden ist, man geht aber davon aus, dass wiederkehrender Alkoholgenuss diese Regeneration mehr und mehr abschwächt und zu den von Alkoholikern bekannten körperlichen Dauerschäden führt.

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Warum wird getrocknetes Blut rotbraun?

825323_original_clipdealer.deDas menschliche Blut enthält in der Regel sehr viel Eisen. Tritt nun unser Blut an die Hautoberfläche trifft es dort auf sehr viel Sauerstoff. Das Eisen reagiert mit diesem und beginnt zu rosten. Daher diese typisch rostähnliche rotbraune Farbe.

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