Montag, 25. Mšrz 2019

Woher kommt das Seitenstechen?

aceshot100100037Jeder kennt das unangenehme Symptom: Man rennt oder bet√§tigt sich sonst sportlich und pl√∂tzlich sp√ľrt man ein schmerzhaftes Stechen oberhalb der H√ľfte, das erst langsam wieder nachl√§sst. Woher dieses r√ľhrt, ist kurioserweise bis heute nicht ganz gekl√§rt. Es gibt aber im Wesentlichen zwei naheliegende Theorien.

Die eine geht davon aus, dass durch die k√∂rperliche (√úber-)Belastung die Milz leicht anschwillt und deren Umh√ľllung ungew√∂hnlich gedehnt wird. Dies soll schlie√ülich den gewohnten Schmerz erzeugen. Die andere Theorie nimmt an, dass der Schmerz vom Zwerchfell herr√ľhrt. Es handelt sich dabei um einen f√ľr unsere Atmung sehr wichtigen Muskel. Durch die sportliche Bet√§tigung atmen wir tief und schnell, weswegen dieser ungew√∂hnlich belastet wird. Hinzu kommt ein Sauerstoffmangel, der schlie√ülich zu einer Verkrampfung des Zwerchfells und somit zu den bekannten Schmerzen f√ľhrt.

Sicher ist, dass trainierte Menschen weit weniger anf√§llig f√ľr Seitenstechen sind, als untrainierte.

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Warum kommen nur Jungs in den Stimmbruch?

9350770_webDie Pubert√§t macht aus Jugendlichen endg√ľltig Erwachsene. Das ist auch an der Stimme h√∂rbar. Sie „bricht“ – womit eigentlich gemeint ist, dass sie sich merklich ver√§ndert. Dass davon nur Jungs betroffen sind, ist nicht ganz richtig. Auch M√§dchen kommen in den Stimmbruch – nur nicht so stark.

Verantwortlich f√ľr die Stimmver√§nderung ist das verh√§ltnism√§√üig rasche Wachsen des Kehlkopfes. In ihm sind unsere Stimmlippen gespannt, wie Gummis die durch Schwingung einen Ton erzeugen – unsere Stimme. Je weiter sich der Kehlkopf ausdehnt, umso mehr werden die Stimmlippen gedehnt. L√§ngere Stimmlippen erzeugen tiefere T√∂ne. Das ist das ganze Geheimnis des Stimmbruchs.

Dass dieser bei Jungs deutlich st√§rker ausgepr√§gt ist, als bei M√§dchen liegt an dem m√§nnlichen Hormon Testosteron. Zwar wird dies auch bei M√§dchen ausgesch√ľttet, aber bei weitem nicht in den Mengen wie bei den m√§nnlichen Gegen√ľbern. Die Folge: Der Kehlkopf w√§chst, aber lange nicht so schnell. Zum Vergleich: W√§hrend sich die Stimmlippen bei M√§dchen um nur drei oder vier Millimeter ausdehnen, ist es bei Jungs mehr als doppelt so viel.

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Bekommen wir von Kummer und Stress graue Haare?

old-lady-208723_1280Der Volksmund behauptet, von Stress und Sorgen bek√§me man graue Haare. Um zu pr√ľfen, ob er damit recht hat, muss man sich zun√§chst vergegenw√§rtigen, wie graue Haare entstehen. Unsere Zellen mit dem schwierigen Namen Melanozyten, produzieren das Pigment Melanin. Dieses ist daf√ľr verantwortlich, Farbe in unser Haar zu bringen. Bilden sich diese Zellen zur√ľck, wird entsprechend weniger Melanin produziert und das Haar wird farblos, also wei√ü.

Diese Vorgang wird jedoch wohl kaum durch Kummer und Sorgen ausgel√∂st, sondern ist ein nat√ľrlicher Alterungsprozess in unserem K√∂rper. Dieser unterliegt unseren Genen, weswegen der eine fr√ľher als der andere ergraut. Insofern d√ľrfte auch das Ph√§nomen vom Ergrauen √ľber Nacht im Bereich der Mythen angesiedelt werden. Sehr wohl Einfluss auf die Melaninproduktion haben ein Eisen- oder Vitaminmangel. Inwieweit aber auch hier eine entsprechende genetische Veranlagung vonn√∂ten ist, um den Unterschied merklich werden zu lassen, ist unbekannt.

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Warum können wir uns an Manches so gut erinnern, an anderes nicht?

human-20424Die meisten von uns k√∂nnen sich sehr gut an einschneidende Ereignisse erinnern: Den ersten Kuss, einen schlimmen Autounfall, denn 11. September 2001… Noch Jahrzehnte sp√§ter sind uns noch so kleine Details dieser Ereignisse klar vor Augen, w√§hrend wir uns andererseits noch nicht einmal an den Namen eines Gespr√§chspartners von vor zwei Tagen erinnern k√∂nnen. Warum macht unser Ged√§chtnis solch gro√üe Unterschiede? Wie lange k√∂nnen wir uns generell zur√ľckerinnern?

Grunds√§tzlich beginnt unser Bewu√ütsein und damit unsere Erinnerung nach dem dritten Lebensjahr. Kaum jemand kann sich an Geschehnisse davor erinnern. Warum dem so ist, das kann die Wissenschaft bis heute nur vermuten. Sicher hingegen ist: Danach speichern wir Informationen in unserem Gehirn immer in einem gewissen Kontext ab. Anders ausgedr√ľckt: Informationen, die eng verbunden mit bestimmten Orten oder Bildern sind, graben sich tiefer ins Ged√§chtnis als andere, eher abstrakte. Diese nat√ľrliche Selektion f√ľhrt dazu, dass wir nach schon vier Tagen Dreiviertel der zun√§chst gemerkten Informationen wieder verwerfern, also vergessen.

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Warum haben wir nicht √ľberall Haare?

678698_original_clipdealer.deDer menschliche K√∂rper ist √ľberwiegend nackt, zumindest ohne dichtes, sichtbares Haarkleid. Der Kopf, die Achselh√∂hlen und der Schambereich bilden hier eine Ausnahme. Bei M√§nnern gibt es zudem meist noch mehr oder weniger dichtes Brusthaar. Doch warum sind die Haare nur auf diese bekannten Stellen verteilt?

Unsere Vorfahren der Steinzeit waren noch deutlich dichter behaart als wir es heute sind. Der √§u√üerliche Unterschied zu den Affen war bei weitem nicht so gro√ü wie heutzutage. Das dichte K√∂rperhaar fungierte wie bei den tierischen Verwandten noch als Fell, also als Kleidungsersatz. Es sch√ľtzte vor K√§lte, direkter Sonneneinstrahlung und Niederschlag. Der noch junge Mensch zog sich schlie√ülich mehr und mehr in w√§rmere Gebiete, ins heutige Afrika, zur√ľck und entledigte sich aufgrund der dortigen, klimatischen Verh√§ltnisse √ľber Generationen hinweg mehr und mehr seiner Haarpracht. Die K√∂rper wurden nackter und nackter. Als die Menschen schlie√ülich auch wieder in k√ľhlere Gefilde zogen, hatten sie gelernt als Fellersatz Kleidung herzustellen. Eine Initialz√ľndung zum erneuten Wachstum von K√∂rperhaar fehlte also.

Vor diesem Hintergrund l√§sst sich ziemlich schl√ľssig erkl√§ren, warum wir (zumindest die meisten von uns) bis heute dichtes Haar auf dem Kopf tragen. Es d√ľrfte der Schutz vor Sonne und Witterung sein. Warum wir aber unter den Achseln und im Genitalbereich noch immer behaart sind, das k√∂nnen selbst Wissenschaftler nur vermuten. Es scheint – entgegen allen Enthaarungstrends – ein Schutz vor Keimen und Bakterien zu sein.

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Wann ist ein Mensch tot?

cemetery-15098_1280Die Frage, wann ein Mensch tot ist, d√ľrfte nicht nur eine der bewegendsten, sondern auch eine der am schwersten zu beantwortenden Fragen der Menschheit sein. Wir m√∂chten trotzdem versuchen, sie hier m√∂glichst allumfassend zu beantworten. Zun√§chst muss man einmal trennen zwischen der rein medizinischen und der religi√∂sen, spirituellen Auffassung von „tot“. Wir beschr√§nken uns aus gutem Grunde hier ausdr√ľcklich auf die medizinische, m√∂glichst wissenschaftliche Antwort auf diese Frage.

Fr√ľher war die Bestimmung des Todes eine ziemlich klare Sache: Wessen Herz und somit Kreislauf zum erliegen kam, war tot. Dass das nicht zwangsl√§ufig richtig ist, zeigten die neuen, vielf√§ltigen Methoden der Notfallmedizin mit all den M√∂glichkeiten der Reanimation. Ein Herzstillstand kann heutzutage durch Herzdruckmassage und Beatmung √ľberbr√ľckt oder sogar revidiert werden. Weitere medizinische Behandlung holt somit die fr√ľher Totgesagten tats√§chlich zur√ľck ins Leben. Ist der Kreislauf aber f√ľr l√§nger als acht bis zehn Minuten ausgefallen, beginnt das Gehirn abzusterben. Anders ausgedr√ľckt: Es ist durchaus m√∂glich, dass das Herz eines Menschen (wieder) schl√§gt, sein Kreislauf aufrecht erhalten werden kann, aber das Gehrin absgestorben ist. Ist dieser Mensch nun tot oder lebt er noch? In den Mittelpunkt des Interesses r√ľckte an dieser Stelle nun die Hirnfunktion und die Hirnstrommessung (EEG). Der Hirntod als Todeszeitpunkt wurde Ende der 60er Jahre eingef√ľhrt. Man geht dabei vom Ausfall des gesamten Gehirns aus: Gro√ühirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Allerdings sind sich die √Ąrzte nicht sicher, ob der Patient dann schon sein Bewusstsein verloren hat, da dies in h√∂heren Hirnbereichen angesiedelt ist und theoretisch noch funktionieren k√∂nnte. Und schon ist man mittendrin in der Debatte um Organspende: Ab wann ist die Entnahme von Organen nicht nur ethisch gerechtfertigt, sondern auch tats√§chlich ohne qualvolles Bewusstsein m√∂glich? Unter Medizinern gilt der Ausfall des Hirnstammes allgemein als „point of no return“. Ob dies wirklich der Tod des Menschen ist?! Niemand wei√ü es wirklich…

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Warum läuft bei Kälte die Nase?

867663_original_clipdealer.deDie Nase sorgt nicht einfach nur f√ľr die notwendige Zufuhr von Atemluft, sie hat zudem die immens wichtige Aufgabe, die eingesogene Luft zu filtern und aufzubereiten. Zum Schutz der unteren Atemwege ist es notwendig, dass die Luft auf etwa 30 Grad erw√§rmt und befeuchtet wird. Dadurch werden die nachfolgenden Schleimheute bis hinunter in die tiefe Lunge „geschmiert“ und damit gepflegt. Das ist deshalb so wichtig, weil eine gesunde Schleimhaut die allermeisten Viren und Bakterien abfangen kann, bevor diese sich vermehren und zu einem Infekt f√ľhren.

Kalte Luft kann deutlich weniger Feuchtigkeit aufnehmen als w√§rmere. Gehen wir im Winter also hinaus in die K√§lte wird unsere empfindliche Nase nicht nur mit einem drastischen Temperaturunterschied, sondern auch mit extremer Trockenheit konfrontiert. Die eingesogene, kalte Luft wird schlagartig erw√§rmt und die Aufnahmef√§higkeit von Feuchtigkeit steigt rasch. In k√ľrzester Zeit verdunstet somit das Wasser der Nasenschleimhaut in der pl√∂tzlich stark erw√§rmten Luft. Um die im Verh√§ltnis zur K√∂rperw√§rme extrem kalte Au√üenluft schneller anzuw√§rmen, werden in k√ľrzester Zeit die Nasenmuscheln in der Nasenh√∂hle mit warmem Blut versorgt und schwellen an. Gleichzeitig produziert die Nasenschleimhaut deutlich mehr Sekret, um dem damit verbundenen Trocknungseffekt entgegen zu wirken. Es hat also sein Gutes, wenn im Winter die Nase tropft.

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Wieso bekommt man nach exzessivem Alkoholgenuss einen Kater?

stress-111426_1280Die als Kater oder Katzenjammer bekannten Folgen von ausuferndem Alkoholgenuss am Vortag nennt die Medizin Alkoholintoxikation. Die allseits bekannten Symptome wie Kopfschmerzen, ein flaues Gef√ľhl im Magen und allgemeinem Unwohlsein r√ľhren jedoch nicht etwa von der Giftwirkung des Alkohols, sondern von dessen Eigenschaft her, dem K√∂rper in gro√üen Mengen Fl√ľssigkeit zu entziehen. Diese Dehydratation f√ľhrt zum schnellen Entzug von Stoffen aus dem Blut. Au√üerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung k√∂rpereigener Eiwei√üe durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols.

Die ber√ľhmten Katerkopfschmerzen entstehen √ľbrigens nicht im Gehirn. Dieses ist n√§mlich vollkommen schmerzunempfindlich. Der Entzug von Wasser f√ľhrt vielmehr zu einer zeitweisen Schrumpfung des Gehirns. Dieses zerrt in der Folge an der umgebenden Hirnhaut, die somit den bekannten Schmerz erzeugt.

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Tötet Alkohol Gehirnzellen ab?

the-customary-62252_1280Die Behauptung, jeder Alkoholrausch t√∂te unmittelbar Gehirnzellen ab, h√§lt sich hartn√§ckig schon seit dem fr√ľhen 19. Jahrhundert. Richtig ist sie deshalb jedoch noch lange nicht. Ungez√ľgelten Alkoholgenuss deshalb aber als „gesund“ zu bezeichnen w√§re ebenso falsch wie fatal. Alkohol, genauer gesagt Ethanol, wirkt im menschlichen Organismus toxisch, ist also ein Nervengift. Ein Forscherteam des Heidelberger Universit√§tsklinikums hat nachgewiesen, dass eine vergleichsweise moderate Menge Alkohol von drei Gl√§sern Bier oder zwei Gl√§sern Wein schon innerhalb von sechs Minuten in den Gehirnzellen Ver√§nderungen herbeif√ľhrt. Unser Gehirn schaltet dann sozusagen in einen anderen Modus und statt Glukose nutzt es ein Abbauprodukt des Alkohols zur Energiegewinnung. Auch eine sch√§dliche Wirkung zeigt sich rasch: Mit steigendem Alkoholpegel sinkt die Konzentration von zellsch√ľtzenden Stoffen wie Kreatin und Aspartat. Insofern sch√§digt der Alkohol nicht selbst aktiv die Gehirnzellen, sondern nimmt ihnen den Schutz vor √§u√üeren Einfl√ľssen. Diese Wirkung ist zwar reversibel, sodass bereits am Folgetag die aufgetretene Schw√§chung der Zellen verschwunden ist, man geht aber davon aus, dass wiederkehrender Alkoholgenuss diese Regeneration mehr und mehr abschw√§cht und zu den von Alkoholikern bekannten k√∂rperlichen Dauersch√§den f√ľhrt.

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Warum wird getrocknetes Blut rotbraun?

825323_original_clipdealer.deDas menschliche Blut enthält in der Regel sehr viel Eisen. Tritt nun unser Blut an die Hautoberfläche trifft es dort auf sehr viel Sauerstoff. Das Eisen reagiert mit diesem und beginnt zu rosten. Daher diese typisch rostähnliche rotbraune Farbe.

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