Montag, 18. Dezember 2017

Wieso bekommt man nach exzessivem Alkoholgenuss einen Kater?

stress-111426_1280Die als Kater oder Katzenjammer bekannten Folgen von ausuferndem Alkoholgenuss am Vortag nennt die Medizin Alkoholintoxikation. Die allseits bekannten Symptome wie Kopfschmerzen, ein flaues Gefühl im Magen und allgemeinem Unwohlsein rühren jedoch nicht etwa von der Giftwirkung des Alkohols, sondern von dessen Eigenschaft her, dem Körper in großen Mengen Flüssigkeit zu entziehen. Diese Dehydratation führt zum schnellen Entzug von Stoffen aus dem Blut. Außerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung körpereigener Eiweiße durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols.

Die berühmten Katerkopfschmerzen entstehen übrigens nicht im Gehirn. Dieses ist nämlich vollkommen schmerzunempfindlich. Der Entzug von Wasser führt vielmehr zu einer zeitweisen Schrumpfung des Gehirns. Dieses zerrt in der Folge an der umgebenden Hirnhaut, die somit den bekannten Schmerz erzeugt.

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Tötet Alkohol Gehirnzellen ab?

the-customary-62252_1280Die Behauptung, jeder Alkoholrausch töte unmittelbar Gehirnzellen ab, hält sich hartnäckig schon seit dem frühen 19. Jahrhundert. Richtig ist sie deshalb jedoch noch lange nicht. Ungezügelten Alkoholgenuss deshalb aber als „gesund“ zu bezeichnen wäre ebenso falsch wie fatal. Alkohol, genauer gesagt Ethanol, wirkt im menschlichen Organismus toxisch, ist also ein Nervengift. Ein Forscherteam des Heidelberger Universitätsklinikums hat nachgewiesen, dass eine vergleichsweise moderate Menge Alkohol von drei Gläsern Bier oder zwei Gläsern Wein schon innerhalb von sechs Minuten in den Gehirnzellen Veränderungen herbeiführt. Unser Gehirn schaltet dann sozusagen in einen anderen Modus und statt Glukose nutzt es ein Abbauprodukt des Alkohols zur Energiegewinnung. Auch eine schädliche Wirkung zeigt sich rasch: Mit steigendem Alkoholpegel sinkt die Konzentration von zellschützenden Stoffen wie Kreatin und Aspartat. Insofern schädigt der Alkohol nicht selbst aktiv die Gehirnzellen, sondern nimmt ihnen den Schutz vor äußeren Einflüssen. Diese Wirkung ist zwar reversibel, sodass bereits am Folgetag die aufgetretene Schwächung der Zellen verschwunden ist, man geht aber davon aus, dass wiederkehrender Alkoholgenuss diese Regeneration mehr und mehr abschwächt und zu den von Alkoholikern bekannten körperlichen Dauerschäden führt.

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Warum können Säuglinge gleichzeitig atmen und schlucken?

baby-105063_1280Die Antwort auf diese Fragen liegt in der Evolution des Menschen und in seiner Fähigkeit zum Sprechen begründet. Ein Blick auf unsere nahen Verwandten führt uns dies nahe: Das Gaumensegel beim Affen überlappt mit dem Kehldeckel und kann so einen sicheren Verschluss der Luftröhre gegen Flüssigkeit und Speise bilden. Damit der Mensch viele verschiedene Laute artikulieren und somit sprechen kann, hat sich sein Rachenraum im laufe der Zeit sehr vergrößert. Der Deckel der dadurch beträchtlich abgesunkenen Kehle erlaubt den Verschluss wie bei den Affen nicht mehr. Dies ist mit einer Reihe von Risiken für die Sicherheit des Atmeweges verbunden, die aber offensichtlich evolutionär für die Entwicklung der Produktion von Vokalen in Kauf genommen wurde.

Die Atemwege Neugeborener werden nach der Geburt noch nach dem Verschlussprinzip der Säugetiere geschützt. Deshalb können sie noch gleichzeitig atmen und schlucken. Erst etwa drei Monate nach der Geburt beginnt sich bei ihnen der Kehlkopf abzusenken. Dann gewinnt auch ihre Lautproduktion deutlichere Anklänge an Sprache.

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Warum wird man betrunken, wenn man Alkohol trinkt?

stockbroker080604705Alkohol ist ein Zellgift, das heißt, nach jedem Alkoholgenuß muss der Körper den aufgenommenen Alkohol abbauen, um den Schaden zu begrenzen. Ein halber Liter Bier (4%) enthält etwa 20 Gramm reinen Alkohol (Ethanol). Schon in Mund und Speiseröhre werden geringe Mengen davon aufgenommen, im Magen noch einmal ca. 2 Gramm und der Rest gelangt über den Dünndarm ins Blut. Wie gut Alkohol aufgenommen wird, hängt hauptsächlich von der Nahrungszusammensetzung und -menge sowie vom Geschlecht ab. Beim „sozialen Trinken“, also einem Glas Wein zum Essen, erreicht der Alkohol beispielsweise erst gar nicht den Dünndarm, sondern wird bereits im Magen durch die dort vorhandene Alkoholdehydrogenase abgebaut. Werden aber größere Mengen Alkohol auf nüchternen Magen getrunken, gelangen diese recht schnell in den Dünndarm, dessen große Resorptionsfläche dann für eine vollständige Aufnahme sorgt. Dies erklärt auch den Umstand, warum man auf nüchternen Magen schneller betrunken wird.

Was bewirkt er nun aber wenn er sich in unserem Körper befindet? Alkohol eignet sich auch als Haushaltsreiniger, weil er gut Fett löst. Und genau diese fettlösende Kraft lüftet das Geheimnis des Alkohol-Rauschs. Tatort ist das Gehirn: Haarfeine Blutgefäße verteilen die Alkoholmoleküle über das gesamte Gewebe. Treffen Alkoholmoleküle auf einzelne Nervenzellen, setzen sie sich begierig auf ihre Fetthülle. Der Alkohol entfaltet seine Fettlösekraft und verursacht eine biochemische Kettenreaktion. Die angegriffenen Zellen schütten den euphorisierenden Botenstoff Dopamin aus.

Benachbarte Zellen im Belohnungszentrum des Gehirns nehmen das Dopamin über spezielle Rezeptoren auf. Das ist der Startschuss für ein Feuerwerk an Glücksgefühlen: Weitere Botenstoffe werden ausgeschüttet – für das zentrale Nervensystem ein rauschhafter Zustand. Um diesen Kick zu wiederholen, trinken wir weiter. Zwei Gläschen später schlägt der positive Effekt ins Gegenteil um, aller Zauber ist verflogen, die Wirklichkeit nur noch ein Zerrspiegel. Und das passiert im Gehirn: Die Nervenzellen fahren ihre Andockstellen für das Dopamin ein und der „Glücksstoff“ prallt von den Zellwänden ab. Nun ist endgültig Schluss mit lustig. Man wird hundemüde, kann seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren und will nur noch eins: nach Hause und den Rausch ausschlafen.

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Warum knurrt der Magen, wenn man Hunger hat?

ljupco070300008Wenn der Magen leer ist, zieht er sich ringförmig zusammen. Dabei entsteht eine ringförmige Öffnung, durch die Luft und Magensäfte gepresst werden. Dadurch entstehen die knurrenden Geräusche.

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Warum erzeugen manche Speisen Blähungen?

studiovespa090600019Blähungen, insbesondere ein daraus resultierender Leibwind, sind sehr unangenehme und peinliche Dinge, aber Pupsen ist gesund! Zum einen schlucken wir Luft- z. B. beim hastigen Essen. Der Anteil an Luftsauerstoff und Stickstoff in einem Pups verraten, ob wir unsere Blähungen selbst erzeugen und durch mehr Disziplin beim Essen verhindern können. Zum anderen zersetzen Bakterien die unverdaute Nahrung im Dickdarm.

Warum sind es manchmal (insbesondere nach dem Genuß von Zwiebeln, Bohnen, Lauch etc.) mehr? Das hat mehrere Faktoren: Gut gekaut ist halb verdaut! Je größer die Nahrungsbrocken, desto schlechter werden sie verdaut. Und je mehr Nahrung unverdaut im Dickdarm ankommt, desto mehr Gas bilden die Bakterien. Manche Speisen sind aufgrund ihrer Konsistenz auch einfach schwerer zu verdauen und durch die größere „Anstrengung“ der Bakterien entstehen mehr Gase – bis zu zehnmal mehr als bei „leichter“ Kost!

Bei manchen Menschen kommt eine weitere Ursache für Blähungen mit ins Spiel: eine Lebensmittelallergie. Die meisten Allergiker leiden neben Heuschnupfen etc. auch darunter. Hierbei reagiert die Darmschleimhaut auf verschiedene Stoffe, die als Allergen vom Körper abgestoßen werden, mit einer vermehrten Flüssigkeitsproduktion. Damit soll das Darminnere ausgespült werden, man bekommt Durchfall und durch den Überdruck teils heftige Blähungen!

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