Freitag, 20. Oktober 2017

Bekommen wir von Kummer und Stress graue Haare?

old-lady-208723_1280Der Volksmund behauptet, von Stress und Sorgen bekäme man graue Haare. Um zu prüfen, ob er damit recht hat, muss man sich zunächst vergegenwärtigen, wie graue Haare entstehen. Unsere Zellen mit dem schwierigen Namen Melanozyten, produzieren das Pigment Melanin. Dieses ist dafür verantwortlich, Farbe in unser Haar zu bringen. Bilden sich diese Zellen zurück, wird entsprechend weniger Melanin produziert und das Haar wird farblos, also weiß.

Diese Vorgang wird jedoch wohl kaum durch Kummer und Sorgen ausgelöst, sondern ist ein natürlicher Alterungsprozess in unserem Körper. Dieser unterliegt unseren Genen, weswegen der eine früher als der andere ergraut. Insofern dürfte auch das Phänomen vom Ergrauen über Nacht im Bereich der Mythen angesiedelt werden. Sehr wohl Einfluss auf die Melaninproduktion haben ein Eisen- oder Vitaminmangel. Inwieweit aber auch hier eine entsprechende genetische Veranlagung vonnöten ist, um den Unterschied merklich werden zu lassen, ist unbekannt.

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Warum können wir uns an Manches so gut erinnern, an anderes nicht?

human-20424Die meisten von uns können sich sehr gut an einschneidende Ereignisse erinnern: Den ersten Kuss, einen schlimmen Autounfall, denn 11. September 2001… Noch Jahrzehnte später sind uns noch so kleine Details dieser Ereignisse klar vor Augen, während wir uns andererseits noch nicht einmal an den Namen eines Gesprächspartners von vor zwei Tagen erinnern können. Warum macht unser Gedächtnis solch große Unterschiede? Wie lange können wir uns generell zurückerinnern?

Grundsätzlich beginnt unser Bewußtsein und damit unsere Erinnerung nach dem dritten Lebensjahr. Kaum jemand kann sich an Geschehnisse davor erinnern. Warum dem so ist, das kann die Wissenschaft bis heute nur vermuten. Sicher hingegen ist: Danach speichern wir Informationen in unserem Gehirn immer in einem gewissen Kontext ab. Anders ausgedrückt: Informationen, die eng verbunden mit bestimmten Orten oder Bildern sind, graben sich tiefer ins Gedächtnis als andere, eher abstrakte. Diese natürliche Selektion führt dazu, dass wir nach schon vier Tagen Dreiviertel der zunächst gemerkten Informationen wieder verwerfern, also vergessen.

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Warum haben wir nicht überall Haare?

678698_original_clipdealer.deDer menschliche Körper ist überwiegend nackt, zumindest ohne dichtes, sichtbares Haarkleid. Der Kopf, die Achselhöhlen und der Schambereich bilden hier eine Ausnahme. Bei Männern gibt es zudem meist noch mehr oder weniger dichtes Brusthaar. Doch warum sind die Haare nur auf diese bekannten Stellen verteilt?

Unsere Vorfahren der Steinzeit waren noch deutlich dichter behaart als wir es heute sind. Der äußerliche Unterschied zu den Affen war bei weitem nicht so groß wie heutzutage. Das dichte Körperhaar fungierte wie bei den tierischen Verwandten noch als Fell, also als Kleidungsersatz. Es schützte vor Kälte, direkter Sonneneinstrahlung und Niederschlag. Der noch junge Mensch zog sich schließlich mehr und mehr in wärmere Gebiete, ins heutige Afrika, zurück und entledigte sich aufgrund der dortigen, klimatischen Verhältnisse über Generationen hinweg mehr und mehr seiner Haarpracht. Die Körper wurden nackter und nackter. Als die Menschen schließlich auch wieder in kühlere Gefilde zogen, hatten sie gelernt als Fellersatz Kleidung herzustellen. Eine Initialzündung zum erneuten Wachstum von Körperhaar fehlte also.

Vor diesem Hintergrund lässt sich ziemlich schlüssig erklären, warum wir (zumindest die meisten von uns) bis heute dichtes Haar auf dem Kopf tragen. Es dürfte der Schutz vor Sonne und Witterung sein. Warum wir aber unter den Achseln und im Genitalbereich noch immer behaart sind, das können selbst Wissenschaftler nur vermuten. Es scheint – entgegen allen Enthaarungstrends – ein Schutz vor Keimen und Bakterien zu sein.

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Warum wird getrocknetes Blut rotbraun?

825323_original_clipdealer.deDas menschliche Blut enthält in der Regel sehr viel Eisen. Tritt nun unser Blut an die Hautoberfläche trifft es dort auf sehr viel Sauerstoff. Das Eisen reagiert mit diesem und beginnt zu rosten. Daher diese typisch rostähnliche rotbraune Farbe.

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Warum weint man, wenn man traurig ist?

bowie15091000045Es sind Gefühle wie Schmerz, Trauer, Freude oder auch Rührseligkeit, die uns zum Weinen bringen. Das ist gut so, denn damit bleibt unser seelisches Gleichgewicht erhalten. Die Tränen wirken dabei für Geist und Körper wie ein Reinigungsmittel. Sie enthalten schmerzlindernde, infektionshemmende und fröhlichstimmende Stoffe.

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Warum schrumpelt die Haut nach dem Baden?

70867_original_clipdealer.deDie Haut schrumpelt beim Baden, weil Wasser in die Hornhaut (Oberhaut) eindringt. Diese oberste Schicht der Haut besteht aus abgestorbenen und entwässerten Zellen. Andere Zellinhaltsstoffe, wie zum Beispiel Salze, sind in diesen Zellen aber noch vorhanden – und genau hier liegt das Geheimnis der „Schrumpelhaut“: Die Salzkonzentration in den Zellen ist höher als im Bade- oder auch im Spülwasser. Es besteht also ein Konzentrationsunterschied. Und der wird in allen natürlichen Systemen – wenn möglich – ausgeglichen. Die Salzteilchen können aber nicht von den Zellen nach außen ins Badewasser, weil sie zu groß sind. So versucht also das Wasser den Konzentrationsausgleich herbeizuführen und dringt in die Zellen ein. Dieses Prinzip heißt Osmose. Dabei quellen die Zellen auf. Dieses „Mehr“ an Haut beansprucht Platz und schlägt Wellen.

Die Schrumpelhaut entsteht insbesondere da, wo die Hornhaut sehr dick ist; nämlich an den Hand- und Fußinnenflächen. Einige Experten sagen, dass das Wasser an diesen Stellen besonders gut eindringen kann, weil es an den Hand- und Fußinnenflächen keine Talgdrüsen gibt, die einen schützenden Fettfilm bilden könnten.

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Warum muss man gähnen?

baby-19295_1280Dass wir lediglich gähnen, wenn wir schrecklich müde sind und uns schlapp fühlen, ist ein großer Irrglaube. Natürlich führt ein Schlafmangel zum Gähnen, aber auch wenn wir gelangweilt oder hochkonzentriert sind, müssen wir wie unter Zwang tief Luft einatmen. Grund: Das Gehirn signalisiert, dass es mehr Sauerstoff benötigt und löst diesen Reflex aus.

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Warum macht man sich vor Lachen fast in die Hose?

girl-204327_1280Durch Husten, Lachen, Niesen, bei sportlicher Betätigung oder beim Bücken und Heben wird der Druck in der Blase erhöht. Dadurch hat man beim Lachen schon mit einer leicht gefüllten Blase das Gefühl aufs Klo zu müssen!

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Warum knacken Finger?

faust-3100_1280Beim Knacken von Gelenken kommt es zur einer plötzlichen Veränderung des Gelenkinnendruckes, wobei das Gelenk durch die ruckartige Überdehnung in eine andere Stellung gebracht wird (wenn auch nur geringfügig). Dabei sinkt der Druck in der Gelenkkapsel schlagartig ab. Dieser Unterdruck führt dazu, dass die in der Gelenkschmiere gelösten Gase freigesetzt werden und entweichen – ganz ähnlich wie es das Kohlendioxid beim Aufschrauben einer Colaflasche auch tut. Dabei bildet sich eine kleine Gasblase, die hörbar knackend zerplatzt. Es dauert eine Weile, bis die Gaskonzentrationen in der Gelenkschmiere wieder ansteigen, erst dann kann man das Gelenk erneut „knacken“ lassen. Vom Prinzip her Ähnliches passiert auch beim Chiropraktiker, wenn er z.B. Wirbelgelenke bei Blockaden wieder zurecht rückt. Eigentlich können dabei keine schwerwiegenden Folgeschäden entstehen, nur sollte man das nicht zu oft machen, da sonst der Bandapparat ausleiert, was zu einer Instabilität des jeweiligen Gelenkes führt.

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Warum klappern die Zähne, wenn man friert?

cold-15715_1280Sobald die Körpertemperatur deutlich abfällt, schält der Organismus auf „Notstrom“ um. Wissenschaftlich gesprochen heißt das: der Körper versucht durch Bewegung Wärme zu erzeugen. Deshalb versetzt er alle Muskeln in ein leichtes Schwingen. Leider tritt dabei oft das Phänomen auf, dass die Zähne durch die von den Muskeln erzeugten Bewegungen unkontrolliert klappern.

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