Warum träumt man manchmal so lebhaft – erinnert sich aber kaum daran?

Lebhafte Träume entstehen meist in der REM-Phase des Schlafs, wenn das Gehirn besonders aktiv ist. Emotionale Erlebnisse, Stress oder intensive Gedanken vor dem Einschlafen können solche Träume begünstigen. Während dieser Phasen verarbeitet das Gehirn Erlebtes, Gefühle und unterbewusste Impulse – daher wirken die Träume oft real und komplex.
Trotz dieser Intensität verschwinden die Erinnerungen daran oft schnell. Das liegt daran, dass das Gehirn beim Aufwachen keine systematische Übertragung der Trauminhalte ins Langzeitgedächtnis vornimmt. Wenn du nicht direkt nach dem Traum aufwachst oder ihn bewusst reflektierst, verblasst er meist innerhalb von Sekunden bis Minuten.
Ein weiterer Grund ist der Neurotransmitter-Spiegel: Während des REM-Schlafs sind bestimmte Botenstoffe wie Noradrenalin stark reduziert – das erschwert die Gedächtniskonsolidierung. Träume sind also präsent, aber schwer zu speichern – es sei denn, du greifst sie direkt nach dem Aufwachen bewusst auf.