Sonntag, 25. Juni 2017

Woher kommt das Seitenstechen?

aceshot100100037Jeder kennt das unangenehme Symptom: Man rennt oder betätigt sich sonst sportlich und plötzlich spürt man ein schmerzhaftes Stechen oberhalb der Hüfte, das erst langsam wieder nachlässt. Woher dieses rührt, ist kurioserweise bis heute nicht ganz geklärt. Es gibt aber im Wesentlichen zwei naheliegende Theorien.

Die eine geht davon aus, dass durch die körperliche (Über-)Belastung die Milz leicht anschwillt und deren Umhüllung ungewöhnlich gedehnt wird. Dies soll schließlich den gewohnten Schmerz erzeugen. Die andere Theorie nimmt an, dass der Schmerz vom Zwerchfell herrührt. Es handelt sich dabei um einen für unsere Atmung sehr wichtigen Muskel. Durch die sportliche Betätigung atmen wir tief und schnell, weswegen dieser ungewöhnlich belastet wird. Hinzu kommt ein Sauerstoffmangel, der schließlich zu einer Verkrampfung des Zwerchfells und somit zu den bekannten Schmerzen führt.

Sicher ist, dass trainierte Menschen weit weniger anfällig für Seitenstechen sind, als untrainierte.

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Wann ist ein Mensch tot?

cemetery-15098_1280Die Frage, wann ein Mensch tot ist, dürfte nicht nur eine der bewegendsten, sondern auch eine der am schwersten zu beantwortenden Fragen der Menschheit sein. Wir möchten trotzdem versuchen, sie hier möglichst allumfassend zu beantworten. Zunächst muss man einmal trennen zwischen der rein medizinischen und der religiösen, spirituellen Auffassung von „tot“. Wir beschränken uns aus gutem Grunde hier ausdrücklich auf die medizinische, möglichst wissenschaftliche Antwort auf diese Frage.

Früher war die Bestimmung des Todes eine ziemlich klare Sache: Wessen Herz und somit Kreislauf zum erliegen kam, war tot. Dass das nicht zwangsläufig richtig ist, zeigten die neuen, vielfältigen Methoden der Notfallmedizin mit all den Möglichkeiten der Reanimation. Ein Herzstillstand kann heutzutage durch Herzdruckmassage und Beatmung überbrückt oder sogar revidiert werden. Weitere medizinische Behandlung holt somit die früher Totgesagten tatsächlich zurück ins Leben. Ist der Kreislauf aber für länger als acht bis zehn Minuten ausgefallen, beginnt das Gehirn abzusterben. Anders ausgedrückt: Es ist durchaus möglich, dass das Herz eines Menschen (wieder) schlägt, sein Kreislauf aufrecht erhalten werden kann, aber das Gehrin absgestorben ist. Ist dieser Mensch nun tot oder lebt er noch? In den Mittelpunkt des Interesses rückte an dieser Stelle nun die Hirnfunktion und die Hirnstrommessung (EEG). Der Hirntod als Todeszeitpunkt wurde Ende der 60er Jahre eingeführt. Man geht dabei vom Ausfall des gesamten Gehirns aus: Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Allerdings sind sich die Ärzte nicht sicher, ob der Patient dann schon sein Bewusstsein verloren hat, da dies in höheren Hirnbereichen angesiedelt ist und theoretisch noch funktionieren könnte. Und schon ist man mittendrin in der Debatte um Organspende: Ab wann ist die Entnahme von Organen nicht nur ethisch gerechtfertigt, sondern auch tatsächlich ohne qualvolles Bewusstsein möglich? Unter Medizinern gilt der Ausfall des Hirnstammes allgemein als „point of no return“. Ob dies wirklich der Tod des Menschen ist?! Niemand weiß es wirklich…

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Woher kommt der Muskelkater?

saddoggdesign120600008Muskelkater entsteht, wenn beim Sport Muskeln beansprucht werden, die sonst ruhen. In den Muskelfasern entstehen bei hoher Belastung kleinste Verletzungen. In diese Verletzungen dringt Wasser ein. Die Muskelzellen schwellen an und drücken auf die Schmerzzellen außerhalb des Muskelgewebes. Schmerzlindernd wirken hier warme Bäder oder Saunagänge.

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Wie kommt es zum Schluckauf?

dolgachov130501339Schluckaufanfälle sind lästig. Meistens werden wir nach einem schweren Essen von den unangenehmen Hicksern geplagt. Sie entstehen, wenn sich durch unkontrollierte Nervenimpulse das Zwerchfell und gleichzeitig die Stimmbänder zusammenziehen. Ein wirksamens Rezept gegen den Schluckauf gibt es nicht. Manchmal hilft ein kurzes Luft-Anhalten.

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Warum kann man von Zucker Karies bekommen?

kzenon130100525Zähne erkranken an Karies, wenn die vier Hauptfaktoren Plaque, Mikroflora, niedermolekulare Kohlenhydrate (diese sind besonders in Zucker, Süßigkeiten, Kartoffelchips, Eis und Limonade enthalten) und genügend Zeit zusammenwirken.

Neben diesen Hauptfaktoren gibt es diverse Nebenfaktoren: Zahnstellung, Zahnfehlbildungen, Speichelfluss und -zusammensetzung, genetische Faktoren, Zusammensetzung der Nahrung und viele andere. In der Plaque siedeln sich Laktobazillen und verschiedene Streptokokkenarten an. Herausragend ist Streptokokkus mutans. Diese Mikroorganismen produzieren aus niedermolekularen Kohlenhydraten organische Säuren, die den Zahn angreifen, indem sie die in der Zahnhartsubstanz vorhandenen Mineralien herauslösen. Zucker aus der Nahrung wird dabei zu Milchsäure abgebaut. Nur Mikroorganismen, die diesen Stoffwechselprozess beherrschen und in stark saurem Milieu überleben können, vermehren sich dann weiter. Zahnbeläge von Personen, die viel und häufig Zucker konsumieren, haben deshalb eine andere Mikroflora. Von großer Wichtigkeit für die Zahngesundheit sind ausreichende Pausen zwischen den Mahlzeiten, in denen der Speichel die Säuren neutralisieren und die angegriffene Zahnsubstanz remineralisieren kann. Es kommt also nicht so sehr auf die Menge des konsumierten Zuckers an, sondern vor allem auf die Häufigkeit oder Dauer des Zuckerkonsums. Eine über den Tag verteilte Dosis eines zuckerhaltigen Erfrischungsgetränkes erhöht das Kariesrisiko schon beträchtlich, da so dem Zahnschmelz die Regenerationsphasen genommen werden.

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Warum juckt ein Mückenstich?

mosquito-213806_1280Wenn die Mücke mit vollem Magen davonzieht, lässt der Juckreiz nicht lange auf sich warten. Das liegt daran, dass Mücken beim Stechen ein eiweißhaltiges Sekret in die kleine Stichwunde abgeben. Die Blutgerinnung wird verhindert und die körpereigene Abwehr des Menschen kommt in Schwung: Der Körper schüttet Histamin aus und dieser Abwehrstoff verursacht den Juckreiz.

Einige empfindliche Menschen müssen sich gar mit Quaddeln und Blasen auf der Haut herumplagen. Kratzen nützt gar nichts. Im Gegenteil: Sie riskieren sogar Infektionen.

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Ist Urin wirklich keimfrei?

people-219985_1280In der Tat: normalerweise sind sowohl die Wege als auch der ausgeschiedene Urin weitestgehend keimfrei, aber nicht steril. Schon gar nicht kann er, wie häufig behauptet wird, zum Desinfizieren verwendet werden.

Wenn sich dann doch einmal Bakterien in den Harnwegen befinden, spricht man von dem allseits bekannten Harnwegsinfekt. Dieser kann unterschiedlich schwer verlaufen, von bedrohlichen Nierenentzündungen über einen Bakteriennachweis ohne Symptome.

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Bekommt man durch Unterkühlung eine Erkältung?

allergy-18656_1280Erkältungen entstehen durch Viren. Wir erkälten uns also, indem wir uns bei anderen anstecken. Nässe und Kälte sind demnach nicht die eigentliche Ursache. Da wir uns aber in den kühleren und nassen Tagen öfter gemeinsam mit anderen in geschlossenen Räumen aufhalten, steigt dadurch die Gefahr einer Virusübertragung. Die Kälte kommt nur insofern ins Spiel, als sie unser Abwehrsystem schwächt und die Viren dadurch leichteres Spiel haben.

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