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War­um schnur­ren Kat­zen?

Kaum ein Geräusch wirkt so beru­hi­gend wie das Schnur­ren einer Kat­ze. Für vie­le ist es das untrüg­li­che Zei­chen dafür, dass sich ihr vier­bei­ni­ger Mit­be­woh­ner rund­um wohl­fühlt. Doch tat­säch­lich steckt hin­ter die­sem sanf­ten Brum­men weit mehr als blo­ße Zufrie­den­heit – und genau das macht das Phä­no­men bis heu­te so fas­zi­nie­rend.

Kat­zen schnur­ren zwar häu­fig, wenn sie ent­spannt sind und sich sicher füh­len, etwa beim Kuscheln oder Dösen. Sie kön­nen jedoch eben­so schnur­ren, wenn sie ver­letzt sind, Schmer­zen haben oder sogar wäh­rend einer Behand­lung beim Tier­arzt. For­schen­de ver­mu­ten des­halb, dass das Schnur­ren auch der Selbst­be­ru­hi­gung dient. Hin­zu kommt ein wei­te­rer span­nen­der Hin­weis: Die Schwin­gun­gen lie­gen meist in einem Fre­quenz­be­reich zwi­schen etwa 25 und 150 Hertz – ein Bereich, der in Stu­di­en mit einer För­de­rung von Kno­chen­hei­lung, Gewe­be­re­ge­ne­ra­ti­on und Mus­kel­auf­bau in Ver­bin­dung gebracht wur­de. Ob Kat­zen die­se Wir­kung gezielt nut­zen oder sie ledig­lich ein ange­neh­mer Neben­ef­fekt ist, wird noch erforscht.

Das Schnur­ren ist also weit mehr als ein tie­ri­sches Wohl­fühl­ge­räusch. Es scheint zugleich eine Form der Kom­mu­ni­ka­ti­on, ein Mit­tel zur Stress­be­wäl­ti­gung und mög­li­cher­wei­se sogar ein bio­lo­gi­scher Selbst­hei­lungs­me­cha­nis­mus zu sein. Gera­de die­se Viel­sei­tig­keit macht das lei­se Brum­men zu einem der span­nends­ten Rät­sel aus der Welt der Haus­tie­re.