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Wes­halb sto­ßen wir mit Glä­sern an?

Der Brauch, mit Glä­sern anzu­sto­ßen, reicht bis in die Anti­ke zurück und ist reich an Sym­bo­lik. Ursprüng­lich dien­te das Ansto­ßen dazu, Ver­trau­en zu demons­trie­ren – etwa durch das Über­schwap­pen von Geträn­ken, das zei­gen soll­te, dass kein Gift im Spiel war. Im Mit­tel­al­ter wur­de die­ser Akt beson­ders wich­tig, da Miss­trau­en bei Ban­ket­ten oder poli­ti­schen Tref­fen ver­brei­tet war.

Mit der Zeit wan­del­te sich das Ansto­ßen von einem Sicher­heits­ri­tu­al zu einem Zei­chen gemein­sa­mer Freu­de und Ver­bun­den­heit. Der Klang der Glä­ser ergänzt das sinn­li­che Erleb­nis des Trin­kens um die akus­ti­sche Kom­po­nen­te, wodurch sym­bo­lisch „alle Sin­ne“ beim Fei­ern betei­ligt sind. Heu­te ist der Akt vor allem ein gesell­schaft­li­ches Ritu­al – er mar­kiert ein kol­lek­ti­ves Inne­hal­ten und die bewuss­te Wür­di­gung des Moments.

Zudem wird das Ansto­ßen oft von einem Trink­spruch beglei­tet, der Wün­sche wie Gesund­heit, Glück oder Erfolg aus­drückt. Damit ist das Klir­ren der Glä­ser ein fes­ter Bestand­teil vie­ler Kul­tu­ren und Aus­druck gemein­sa­mer Wer­te und Gesel­lig­keit.