Sonntag, 25. Juni 2017

Wie kommt das Küken aus dem Ei?

Gelpi060700053Auf dem Schnabel hat das Küken einen so genannten Eizahn. Mit diesem spitzen, verhornten Fortsatz auf der Schnabelspitze kämpft sich das Küken aus der harten Schale. Das Küken benötigt dieses besondere Werkzeug, da es am Ende der Entwicklung das Ei annähernd komplett ausfüllt. Das Küken hat dann keinen Platz mehr, den Kopf zu drehen, um z.B. mit Hilfe des Schnabel das Ei aufzupicken.

Am 19. Tag beginnen die Vorbereitungen für das Schlüpfen: Das Küken dreht sich innerhalb des Eies in Richtung der Luftkammer. Dann ritzt es mit dem Eizahn die innere Schalenmembran an. Erst jetzt fangen die Lungen des Kükens an zu arbeiten. Mit dem Eizahn pickt das Küken mehrere hundert Mal an die Schale, bis ein kleines Loch entsteht.

Nach dieser ersten anstrengenden Phase des Schlüpfens macht das Küken zwei bis acht Stunden Pause. In dieser Zeit gewöhnt sich der junge Vogel an die Atmosphäre außerhalb des Eies. Nach dieser Ruhepause beginnt die zweite Phase des Schlüpfens. Innerhalb des Eies dreht sich das Küken langsam um die eigene Achse. Dabei ritzt der Eizahn das Ei rundherum auf. Dann stemmt sich das Küken gegen die Schale – bis diese auseinander bricht. Das war der anstrengendste Teil des Schlüpfens: Das nasse Küken liegt völlig erschöpft am Boden. Doch schon nach einer kleinen Pause von wenigen Minuten kann das Küken auf seinen Füßen stehen. Der Eizahn verschwindet innerhalb der nächsten Tage; er wird nicht mehr gebraucht.

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Warum legen Hühner weiße oder braune Eier?

143051_original_clipdealer.deDie Farbe der Eierschalen wird von den Genen bestimmt. Sie hängt nicht mit der Gefiederfarbe des Huhns zusammen: Es gibt braune Hühner, die weiße Eier legen und weiße Hühner, die braune Eier legen. Es gibt aber eine Faustregel: An den so genannten Ohrscheiben der Hühner kann man schon vorher erkennen, welche Farbe die Eier voraussichtlich haben werden. Hat ein Huhn rote Ohrscheiben, legt es braune Eier. Hühner mit weißen Ohrscheiben legen weiße Eier. Bis heute ist die Frage nach dem Warum aber noch ungeklärt.

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Warum legen Hühner täglich ein Ei?

egg-19548_1280Eine Henne würde normalerweise so viele Eier legen, bis das Gelege voll ist. Das ist bei zehn bis zwölf Eiern der Fall. Dann erst setzt sie sich auf die Eier und beginnt, diese auszubrüten. Wären die Eier befruchtet, würde die Embryonalentwicklung zum gleichen Zeitpunkt starten und die Küken eines Geleges alle am selben Tag schlüpfen. In einem Legebetrieb rollen die Eier hingegen automatisch auf ein Transportband oder werden eingesammelt. Die Henne regt das an, immer weiter Eier zu legen – so lange, bis das Gelege eigentlich voll wäre, was bei der modernen Haltung nie der Fall sein wird.

Dass die Hühner heute so viele Eier legen – bis zu 300 Eier pro Henne und Jahr – ist auch auf die Züchtung zurückzuführen. Mit ihrer Hilfe entstanden die heutigen Legehybriden, die sich durch eine sehr hohe Legeleistung auszeichnen. Die Hybriden gehen aus der Kreuzung von Linien – Tieren mit besonderen und reinen Merkmalen – hervor. Durch den Kreuzungseffekt haben sie eine höhere Legeleistung und sind robuster als die reinen Rassen. Einen weiteren Einfluss auf die Legeleistung haben die Inhaltsstoffe des Futters.

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Warum können Vögel fliegen?

stork-101100_1280Die Fähigkeit zu fliegen verdanken die Vögel gleich mehreren raffinierten Schöpfungen der Natur. Eine davon ist sicherlich das sprichwörtlich leichte Federkleid. Vor allem der gefiederte Flügel bildet bei geringem Gewicht eine relativ große, geschlossene und luftundurchlässige Fläche. Wenn der Vogel mit seinen Flügeln schlägt, wird Luft nach hinten weggedrückt. Die Folge: der Vogel bewegt sich nach vorne.

Betrachtet man einen einzelnen Flügel, kann man feststellen, dass er nach oben gewölbt ist. Die von vorne heranströmende Luft muss also auf der Oberseite des Flügels einen längeren Weg zurücklegen als an der ausgehöhlten Unterseite. Da sie aber hinter dem Flügel gleichzeitig ankommen muss, strömt sie oben schneller als unten. So entsteht an der Oberseite des Flügels ein Unterdruck, da sich hier die Luftteilchen auf eine größere Fläche verteilen. Auf der Unterseite des Flügels dagegen entsteht ein Druck, denn hier staut sich die Luft durch die geringere Fläche auf. Zwischen beiden Bereichen findet ein Druckausgleich statt. Das heißt: das Zuviel an Luftteilchen unten weicht dahin aus, wo weniger Luftteilchen vorhanden sind – nach oben. Der Vogel bekommt Auftrieb.

Federn und Flügel alleine reichen jedoch zum Fliegen nicht aus. Fast ebenso wichtig sind ein stromlinienförmiger Körper, eine starke Brustmuskulatur und das passende Gewicht: wiegt ein Vogel mehr als 20 Kilogramm, müssten die Flügel überproportional groß sein, um den Vogel tragen zu können.

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Warum fallen schlafende Vögel nicht vom Ast?

sparrow-50346_1280Fallen Vögel deshalb nie vom Ast, weil sie gar nicht schlafen? Blödsinn! Natürlich schlafen auch Vögel! Manche Arten bevorzugen sogar die Nachtruhe auf nur einem Bein! Dass sie dabei nicht von der Stange fallen ist durch die Anatomie ihrer Beine erklärbar. Die Beugesehne des Schenkelmuskels verläuft über das Knie weiter zum Bein hinab um das Knöchelgelenk herum und dann zur Unterseite der Zehen. Diese Anordnung sorgt dafür, dass das Knie in Ruhe mit dem Körpergewicht des Vogels gebeugt wird, wodurch die Sehne gespannt bleibt und daher die Krallen schliesst.

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Warum bekommen Enten keine kalten Füße?

duck-82861_1280Scheinbar unbeeindruckt von der Außentemperatur paddeln Enten im Winter durchs Wasser. Ihre Füße werden dabei sehr kalt, doch das macht ihnen nichts aus, weil sie in den Beinen keine Kälte spüren. Kalte Füße sind auch nur dann gefährlich, wenn man über sie Körperwärme verliert und auskühlt. Das aber verhindern die Enten, indem sie kein warmes Blut in ihre Füße strömen lassen, sondern nur solches, dessen Wärme sie mit einem Trick im Körperinneren zurückbehalten.

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Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei?

lenyvavsha130700318Diese Frage beschäftigte die Gelehrten seit Jahrhunderten. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft kann diese Frage mit ziemlicher Sicherheit beantwortet werden. Leider fällt die Antwort nicht so klar und einseitig aus, wie die Frage es suggeriert. In der Evolution geschieht nichts von heute auf morgen, sondern als langer, über Jahrtausende und Jahrmillionen währender Prozess.

Die erste Tierart, die sich vom Wasser aus aufmachte das Land zu erobern war der Schlammspringer. Dieser legte in alter Fischmanier Laich ab, aus dem die Jungen schließlich schlüpften. Dass dies an Land geschah, machte es erforderlich, dass ein an diese Lebensumstände erweiterter Schutz entwickelt wurde – vermutlich eine erste hauchdünne Kalkschicht. Diese entwickelte sich über die Zeit weiter zu einer immer fester werdenden Schale und schließlich zu dem, was wir heute als Ei bezeichnen. So gesehen, war der Laich eines Schlammspringers das erste Ei. Will man also stark vereinfacht antworten, muss man feststellen: Das Ei war zuerst da!

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