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Wie ent­ste­hen Vul­ka­ne?

Vul­ka­ne sind die sicht­ba­ren Ven­ti­le eines Pla­ne­ten, der im Inne­ren noch immer glü­hend heiß ist. Tief unter der Erd­krus­te herr­schen Tem­pe­ra­tu­ren von weit über 1.000 Grad Cel­si­us. Dort schmilzt Gestein zu zäh­flüs­si­gem Mag­ma, das leich­ter ist als das umge­ben­de Gestein und des­halb lang­sam nach oben steigt. Fin­det es Ris­se oder Schwach­stel­len in der Erd­krus­te, kann es die Ober­flä­che errei­chen – ein Vul­kan ent­steht.

Beson­ders häu­fig geschieht das an den Gren­zen der tek­to­ni­schen Plat­ten. Dort schie­ben sich Erd­plat­ten über­ein­an­der oder drif­ten aus­ein­an­der, wodurch Mag­ma leich­ter auf­stei­gen kann. Es gibt aber auch soge­nann­te Hot­spots: Berei­che tief im Erd­man­tel, an denen beson­ders hei­ßes Mate­ri­al nach oben strömt. Bewegt sich eine Erd­plat­te über einen sol­chen Hot­spot hin­weg, kön­nen im Lau­fe von Mil­lio­nen Jah­ren gan­ze Vul­kan­ket­ten ent­ste­hen – wie etwa die Hawaii-Inseln.

Ein Vul­kan wächst mit jeder Erup­ti­on ein Stück wei­ter. Lava, Asche und Gesteins­bro­cken lagern sich rund um den Schlot ab und bil­den nach und nach den typi­schen Vul­kan­ke­gel. Man­che Vul­ka­ne bre­chen regel­mä­ßig aus und for­men die Land­schaft stän­dig neu, ande­re schla­fen jahr­hun­der­te­lang, bevor sie plötz­lich wie­der aktiv wer­den. So zer­stö­re­risch Vul­ka­ne auch sein kön­nen – ohne sie sähe unse­re Erde völ­lig anders aus: Sie haben Gebir­ge auf­ge­baut, Inseln ent­ste­hen las­sen und spie­len bis heu­te eine wich­ti­ge Rol­le im Kreis­lauf unse­res Pla­ne­ten.