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War­um wach­sen Gebir­ge?

Gebir­ge wir­ken wie unbe­weg­li­che Gigan­ten – doch sie sind das Ergeb­nis einer Erde, die stän­dig in Bewe­gung ist. Wenn zwei gewal­ti­ge tek­to­ni­sche Plat­ten über Mil­lio­nen von Jah­ren auf­ein­an­der­pral­len, wird die Erd­krus­te zusam­men­ge­drückt. Das Gestein kann dabei nicht ein­fach ver­schwin­den: Es wird gefal­tet, über­ein­an­der­ge­scho­ben und lang­sam nach oben gedrückt. So ent­ste­hen mäch­ti­ge Gebir­ge wie die Alpen oder der Hima­la­ya.

Die­ses Wachs­tum geschieht aller­dings kaum merk­lich. Selbst in akti­ven Gebir­gen hebt sich die Land­schaft oft nur um weni­ge Mil­li­me­ter pro Jahr. Gleich­zei­tig arbei­ten Wind, Regen, Frost und Flüs­se unauf­hör­lich dar­an, das Gestein wie­der abzu­tra­gen. Ein Gebir­ge befin­det sich des­halb in einem stän­di­gen Wett­streit zwi­schen Auf­bau und Abtra­gung. Manch­mal wächst es schnel­ler, als es ver­wit­tert – manch­mal ver­liert die Ero­si­on die Ober­hand.

Auch wenn vie­le Gebir­ge uralt erschei­nen, sind sie geo­lo­gisch gese­hen erstaun­lich leben­dig. Die Alpen wach­sen bis heu­te stel­len­wei­se noch leicht an, weil die afri­ka­ni­sche und die eura­si­sche Erd­plat­te wei­ter­hin gegen­ein­an­der drü­cken. Gebir­ge sind daher kei­ne fer­ti­gen Bau­wer­ke der Natur, son­dern Land­schaf­ten im Dau­er­um­bau – geformt von den gewal­ti­gen Kräf­ten tief im Inne­ren der Erde und den uner­müd­li­chen Ein­flüs­sen an ihrer Ober­flä­che.