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Fur­zen Fische?

Kurz gesagt: Ja – aber nicht so, wie wir den­ken.

Fische pro­du­zie­ren Gase, doch ech­tes „Fur­zen“ im mensch­li­chen Sinn ist sel­ten. Bei uns ent­steht Darm­gas vor allem durch bak­te­ri­el­le Ver­dau­ung. Vie­le Fische hin­ge­gen haben kaum oder kei­ne Darm­flo­ra, die nen­nens­wer­te Gas­men­gen erzeugt. Ihre Ver­dau­ung läuft effi­zi­en­ter und gas­är­mer ab.

Was man den­noch manch­mal sieht – vor allem bei Schwarm­fi­schen wie Herin­gen – sind Gas­ab­ga­ben aus einem ande­ren Sys­tem: der Schwimm­bla­se. Sie regu­liert den Auf­trieb, indem Gase auf­ge­nom­men oder abge­ge­ben wer­den. Dabei kön­nen hör- oder sicht­ba­re Bläs­chen ent­ste­hen, die wie Fur­ze wir­ken, aber funk­tio­nal etwas ganz ande­res sind. In man­chen Fäl­len die­nen die­se Geräu­sche sogar der Kom­mu­ni­ka­ti­on inner­halb des Schwarms.

Wenn Fische tat­säch­lich Darm­gas ablas­sen, dann meist unspek­ta­ku­lär: geruch­los, lei­se, im Was­ser sofort ver­teilt. Also ja, Fische las­sen Gase frei – doch das iko­ni­sche, pein­li­che „Fur­zen“ ist eine sehr land­le­ben­de Ange­le­gen­heit. Was­ser macht dis­kret.