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War­um schwimmt Holz?

Holz schwimmt, weil es im Ver­hält­nis zu sei­nem Volu­men zu leicht ist. Ent­schei­dend ist die Dich­te: Ein Kör­per schwimmt, wenn sei­ne durch­schnitt­li­che Dich­te gerin­ger ist als die von Was­ser. Holz besteht zwar aus fes­ten Zell­wän­den, doch dazwi­schen lie­gen vie­le luft­ge­füll­te Hohl­räu­me. Die­se ein­ge­schlos­se­ne Luft senkt die Gesamt­dichte – das Holz ver­drängt mehr Was­ser, als es selbst wiegt, und bleibt des­halb oben.

Phy­si­ka­lisch greift hier das archi­me­di­sche Prin­zip. Was­ser „trägt“ einen Kör­per mit einer Kraft, die dem Gewicht des ver­dräng­ten Was­sers ent­spricht. Beim Holz ist die­se Auf­triebs­kraft grö­ßer als sei­ne Gewichts­kraft. Erst wenn Holz lan­ge im Was­ser liegt und sich die Hohl­räu­me mit Was­ser fül­len, steigt sei­ne Dich­te. Dann kann es absin­ken – nicht weil sich das Mate­ri­al ändert, son­dern weil die Luft als Auf­triebs­hil­fe ver­lo­ren geht.

Dass Holz schwimmt, ist also kein Zufall, son­dern Struk­tur. Die glei­che Eigen­schaft macht es leicht, iso­lie­rend und gut ver­ar­beit­bar. Schwim­men ist hier kein Bonus, son­dern ein sicht­ba­res Neben­pro­dukt eines Mate­ri­als, das auf Leich­tig­keit gebaut ist – selbst dann, wenn es fest und sta­bil wirkt.