Woher hat Weihnachten seinen Namen?

Der Name „Weihnachten“ klingt feierlich, fast geheimnisvoll – und genau das ist er auch. Er geht auf das althochdeutsche „ze wîhen nahten“ zurück, was „in den heiligen Nächten“ bedeutet. Gemeint waren damit mehrere besondere Nächte rund um die Wintersonnenwende, eine Zeit, die schon lange vor dem Christentum als Schwelle galt: zwischen alt und neu, dunkel und wieder heller werdend.
Mit der Christianisierung wurde diese Vorstellung aufgenommen und neu gedeutet. Aus den „heiligen Nächten“ wurde die Zeit der Geburt Christi, die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember rückte ins Zentrum. Der alte Name blieb – und mit ihm die Ahnung, dass es hier um mehr geht als um ein einzelnes Datum. Weihnachten ist sprachlich kein Tag, sondern ein Zeitraum, eine Verdichtung von Bedeutung.
Dass wir bis heute von „den Weihnachtstagen“ sprechen, ist ein Echo dieser Herkunft. Weihnachten trägt seinen Namen nicht, weil etwas gefeiert wird, sondern weil diese Nächte als anders empfunden wurden: stiller, dichter, aufgeladen. Der Begriff bewahrt diese Stimmung. Weihnachten heißt nicht einfach Fest – sondern heilige Zeit.



