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War­um wol­len Män­ner stän­dig Sex?

Nicht alle Män­ner wol­len stän­dig Sex – das ist ein Kli­schee, das oft bio­lo­gisch, kul­tu­rell und psy­cho­lo­gisch über­höht wird. Bio­lo­gisch betrach­tet haben Män­ner im Schnitt einen höhe­ren Tes­to­ste­ron­spie­gel, was sexu­el­les Ver­lan­gen för­dern kann. Doch die­ser Hor­mon­spie­gel allein erklärt weder Häu­fig­keit noch Dring­lich­keit von Lust.

Psy­cho­lo­gisch dient Sex für vie­le Män­ner nicht nur der Lust­be­frie­di­gung, son­dern auch als Ven­til für Nähe, Stress­ab­bau, Selbst­be­stä­ti­gung oder gar emo­tio­na­le Regu­la­ti­on. Wenn ande­re Wege feh­len, um sich ange­nom­men, leben­dig oder ver­bun­den zu füh­len, wird Sex zur Ersatz­spra­che.

Kul­tu­rell wur­de männ­li­che Sexua­li­tät lan­ge als „trieb­ge­steu­ert“ dar­ge­stellt – mit Stolz, aber auch Druck: Ein „rich­ti­ger Mann“ hat stän­dig Lust. Die­se Erzäh­lung beein­flusst Selbst­bild, Bezie­hungs­er­war­tun­gen und Ver­hal­ten oft tie­fer, als Betrof­fe­ne selbst mer­ken.