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War­um ist man bei einem Gewit­ter im Auto sicher?

Wenn ein Blitz in ein Auto ein­schlägt, wirkt es wie ein Wun­der der Phy­sik: Mil­lio­nen Volt, glei­ßen­des Licht – und im Inne­ren bleibt es meist erstaun­lich ruhig. Der Grund ist kein Gum­mi in den Rei­fen, wie oft behaup­tet wird, son­dern das Metall der Karos­se­rie. Es bil­det eine Art Fara­day­schen Käfig: Die elek­tri­sche Ladung ver­teilt sich auf der Außen­sei­te und fließt über die Fahr­zeug­hül­le in den Boden ab. Im Innen­raum bleibt das elek­tri­sche Feld nahe­zu null.

Ent­schei­dend ist also die leit­fä­hi­ge Außen­struk­tur. Des­halb sind Cabri­os mit geschlos­se­nem Metall­ver­deck in der Regel eben­falls geschützt, wäh­rend Fahr­zeu­ge mit über­wie­gend Kunst­stoff­auf­bau weni­ger ide­al sind. Wich­tig: Wäh­rend des Gewit­ters kei­ne Metall­tei­le im Innen­raum berüh­ren, die mit der Karos­se­rie ver­bun­den sind – etwa Tür­rah­men oder blan­ke Metall­tei­le. Dann bleibt der Schutz­me­cha­nis­mus unge­stört.

Das Auto ist damit einer der sichers­ten Orte bei Blitz­schlag – siche­rer als ein frei­es Feld oder ein ein­zel­ner Baum. Para­do­xer­wei­se schützt uns also gera­de die Tech­nik, die wir im All­tag oft für selbst­ver­ständ­lich hal­ten: ein rol­len­der Käfig aus Metall, der die Gewalt des Him­mels ein­fach außen vor­bei­zie­hen lässt.