Montag, 25. März 2019

Warum können SÀuglinge gleichzeitig atmen und schlucken?

baby-105063_1280Die Antwort auf diese Fragen liegt in der Evolution des Menschen und in seiner FĂ€higkeit zum Sprechen begrĂŒndet. Ein Blick auf unsere nahen Verwandten fĂŒhrt uns dies nahe: Das Gaumensegel beim Affen ĂŒberlappt mit dem Kehldeckel und kann so einen sicheren Verschluss der Luftröhre gegen FlĂŒssigkeit und Speise bilden. Damit der Mensch viele verschiedene Laute artikulieren und somit sprechen kann, hat sich sein Rachenraum im laufe der Zeit sehr vergrĂ¶ĂŸert. Der Deckel der dadurch betrĂ€chtlich abgesunkenen Kehle erlaubt den Verschluss wie bei den Affen nicht mehr. Dies ist mit einer Reihe von Risiken fĂŒr die Sicherheit des Atmeweges verbunden, die aber offensichtlich evolutionĂ€r fĂŒr die Entwicklung der Produktion von Vokalen in Kauf genommen wurde.

Die Atemwege Neugeborener werden nach der Geburt noch nach dem Verschlussprinzip der SĂ€ugetiere geschĂŒtzt. Deshalb können sie noch gleichzeitig atmen und schlucken. Erst etwa drei Monate nach der Geburt beginnt sich bei ihnen der Kehlkopf abzusenken. Dann gewinnt auch ihre Lautproduktion deutlichere AnklĂ€nge an Sprache.

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Warum haben Babys blaue Augen?

baby-179749_1280Alle Babys haben blauschimmernde Augen. Allerdings haben nicht alle SĂ€uglinge wirklich blaue Augen. Bei vielen sind die Augen nur so hell, dass sie wie hellblau anmuten. Die tatsĂ€chliche Augenfarbe entwickelt sich im Lauf des ersten Lebensjahres. Die Hellblau-Äugigkeit von SĂ€uglingen erklĂ€rt sich so: die Iris besteht, wie bei Erwachsenen auch, aus zwei Schichten. Einer watteartig strukturierten OberflĂ€che, dem sogenannten Stroma, und einer dahinter liegenden Pigmentschicht, dem sogenannten Pigmentepithel. Dieses letztere enthĂ€lt beim Neugeborenen, anders als beim Erwachsenen, erst sehr wenig Pigment. Das fĂŒhrt dazu, dass das Licht, das durch die Iris ins Auge fĂ€llt, von ihm kaum absorbiert wird. Das wieder aus dem Auge heraustretende Licht erscheint blĂ€ulich, da nur die langwelligen Lichtanteile resorbiert, die kurzwelligen hingegen reflektiert werden. Aufgrund der spĂ€rlichen Pigmentierung sind die SĂ€uglinge auch extrem lichtempfindlich, vertragen kein pralles Sonnenlicht.

Die Annahme, dass die Augenfarbe genetisch festgelegt und dominant vererbt wird, ist richtig. Bei der Vererbung kann aber auch eine Generation ĂŒbersprungen werden. Hat ein Kind blauĂ€ugiger Eltern dunkelĂ€ugige Grosseltern, wird es wahrscheinlich auch braune oder dunkle Augen bekommen. Die hellen Augen Ihrer Schwiegermutter sind jedoch sicher keine Mitgift an die Kleine. Augen werden im Lauf des Lebens immer heller, sind also bei einer alten Dame nicht anlagebedingt. Durch die Bewegung der Pupille werden mit den Jahren Pigmente aus der Iris „ausgeschwemmt“. Ein Augenarzt erklĂ€rt das so: „Stellen Sie sich vor, Sie wĂŒrden den ganzen Tag jemandem die Hand schĂŒtteln und hĂ€tten Sand in der Hand. Am Abend wĂ€re der Sand abgescheuert – so ist das mit den Pigmenten auch.“

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