Montag, 25. Mńrz 2019

Warum sch├Ąumt Bier?

schooner-18946Ein erfrischendes, k├╝hles Bier braucht eine satte, wei├če Schaumkrone. Keine Frage! Doch warum sch├Ąumt Bier? Woher kommt die sogenannte Blume? Der „├ťbelt├Ąter“ ist die im Bier enthaltene Kohlens├Ąure. Sie wird beim Einschenken frei und steigt im Glas schlie├člich von unten nach oben. Dabei setzen sich unz├Ąhlige von der Gerste oder dem Weizen stammende Eiwei├čmolek├╝le rund um die Kohlens├Ąurebl├Ąschen ab und bilden somit eine Art H├Ąutchen. Diese sorgen daf├╝r, dass der aus lauter Bl├Ąschen bestehende Schaum l├Ąnger bestehen bleibt.

Je st├Ąrker das Bier beim Einschenken auf die Glasw├Ąnde trifft, desto mehr Kohlens├Ąure wird freigesetzt und desto st├Ąrker sch├Ąumt es schlie├člich. Diese Erkenntnis macht man sich ├╝brigens zu Nutze, wenn man man das Glas beim Einschenken schr├Ąg h├Ąlt. Ist der edle Gerstensaft ├╝brigens eher k├╝hl, perlt die Kohlens├Ąure sehr langsam aus; ist es dagegen eher warm, perlt sie deutlcih schneller aus – das Bier ist schlie├člich abgestanden.

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Wieso bekommt man nach exzessivem Alkoholgenuss einen Kater?

stress-111426_1280Die als Kater oder Katzenjammer bekannten Folgen von ausuferndem Alkoholgenuss am Vortag nennt die Medizin Alkoholintoxikation. Die allseits bekannten Symptome wie Kopfschmerzen, ein flaues Gef├╝hl im Magen und allgemeinem Unwohlsein r├╝hren jedoch nicht etwa von der Giftwirkung des Alkohols, sondern von dessen Eigenschaft her, dem K├Ârper in gro├čen Mengen Fl├╝ssigkeit zu entziehen. Diese Dehydratation f├╝hrt zum schnellen Entzug von Stoffen aus dem Blut. Au├čerdem wirkt sich die Denaturierung und Stimulierung k├Ârpereigener Eiwei├če durch Acetaldehyd aus, einem Zwischenprodukt beim Abbau des Ethanols.

Die ber├╝hmten Katerkopfschmerzen entstehen ├╝brigens nicht im Gehirn. Dieses ist n├Ąmlich vollkommen schmerzunempfindlich. Der Entzug von Wasser f├╝hrt vielmehr zu einer zeitweisen Schrumpfung des Gehirns. Dieses zerrt in der Folge an der umgebenden Hirnhaut, die somit den bekannten Schmerz erzeugt.

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T├Âtet Alkohol Gehirnzellen ab?

the-customary-62252_1280Die Behauptung, jeder Alkoholrausch t├Âte unmittelbar Gehirnzellen ab, h├Ąlt sich hartn├Ąckig schon seit dem fr├╝hen 19. Jahrhundert. Richtig ist sie deshalb jedoch noch lange nicht. Ungez├╝gelten Alkoholgenuss deshalb aber als „gesund“ zu bezeichnen w├Ąre ebenso falsch wie fatal. Alkohol, genauer gesagt Ethanol, wirkt im menschlichen Organismus toxisch, ist also ein Nervengift. Ein Forscherteam des Heidelberger Universit├Ątsklinikums hat nachgewiesen, dass eine vergleichsweise moderate Menge Alkohol von drei Gl├Ąsern Bier oder zwei Gl├Ąsern Wein schon innerhalb von sechs Minuten in den Gehirnzellen Ver├Ąnderungen herbeif├╝hrt. Unser Gehirn schaltet dann sozusagen in einen anderen Modus und statt Glukose nutzt es ein Abbauprodukt des Alkohols zur Energiegewinnung. Auch eine sch├Ądliche Wirkung zeigt sich rasch: Mit steigendem Alkoholpegel sinkt die Konzentration von zellsch├╝tzenden Stoffen wie Kreatin und Aspartat. Insofern sch├Ądigt der Alkohol nicht selbst aktiv die Gehirnzellen, sondern nimmt ihnen den Schutz vor ├Ąu├čeren Einfl├╝ssen. Diese Wirkung ist zwar reversibel, sodass bereits am Folgetag die aufgetretene Schw├Ąchung der Zellen verschwunden ist, man geht aber davon aus, dass wiederkehrender Alkoholgenuss diese Regeneration mehr und mehr abschw├Ącht und zu den von Alkoholikern bekannten k├Ârperlichen Dauersch├Ąden f├╝hrt.

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Warum wird man betrunken, wenn man Alkohol trinkt?

stockbroker080604705Alkohol ist ein Zellgift, das hei├čt, nach jedem Alkoholgenu├č muss der K├Ârper den aufgenommenen Alkohol abbauen, um den Schaden zu begrenzen. Ein halber Liter Bier (4%) enth├Ąlt etwa 20 Gramm reinen Alkohol (Ethanol). Schon in Mund und Speiser├Âhre werden geringe Mengen davon aufgenommen, im Magen noch einmal ca. 2 Gramm und der Rest gelangt ├╝ber den D├╝nndarm ins Blut. Wie gut Alkohol aufgenommen wird, h├Ąngt haupts├Ąchlich von der Nahrungszusammensetzung und -menge sowie vom Geschlecht ab. Beim „sozialen Trinken“, also einem Glas Wein zum Essen, erreicht der Alkohol beispielsweise erst gar nicht den D├╝nndarm, sondern wird bereits im Magen durch die dort vorhandene Alkoholdehydrogenase abgebaut. Werden aber gr├Â├čere Mengen Alkohol auf n├╝chternen Magen getrunken, gelangen diese recht schnell in den D├╝nndarm, dessen gro├če Resorptionsfl├Ąche dann f├╝r eine vollst├Ąndige Aufnahme sorgt. Dies erkl├Ąrt auch den Umstand, warum man auf n├╝chternen Magen schneller betrunken wird.

Was bewirkt er nun aber wenn er sich in unserem K├Ârper befindet? Alkohol eignet sich auch als Haushaltsreiniger, weil er gut Fett l├Âst. Und genau diese fettl├Âsende Kraft l├╝ftet das Geheimnis des Alkohol-Rauschs. Tatort ist das Gehirn: Haarfeine Blutgef├Ą├če verteilen die Alkoholmolek├╝le ├╝ber das gesamte Gewebe. Treffen Alkoholmolek├╝le auf einzelne Nervenzellen, setzen sie sich begierig auf ihre Fetth├╝lle. Der Alkohol entfaltet seine Fettl├Âsekraft und verursacht eine biochemische Kettenreaktion. Die angegriffenen Zellen sch├╝tten den euphorisierenden Botenstoff Dopamin aus.

Benachbarte Zellen im Belohnungszentrum des Gehirns nehmen das Dopamin ├╝ber spezielle Rezeptoren auf. Das ist der Startschuss f├╝r ein Feuerwerk an Gl├╝cksgef├╝hlen: Weitere Botenstoffe werden ausgesch├╝ttet – f├╝r das zentrale Nervensystem ein rauschhafter Zustand. Um diesen Kick zu wiederholen, trinken wir weiter. Zwei Gl├Ąschen sp├Ąter schl├Ągt der positive Effekt ins Gegenteil um, aller Zauber ist verflogen, die Wirklichkeit nur noch ein Zerrspiegel. Und das passiert im Gehirn: Die Nervenzellen fahren ihre Andockstellen f├╝r das Dopamin ein und der „Gl├╝cksstoff“ prallt von den Zellw├Ąnden ab. Nun ist endg├╝ltig Schluss mit lustig. Man wird hundem├╝de, kann seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren und will nur noch eins: nach Hause und den Rausch ausschlafen.

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