Freitag, 20. Oktober 2017

Wie gräbt ein Regenwurm?

earthworm-202404_1280An jedem Körpersegment hat der bei uns heimische „gemeine“ Regenwurm winzige Borsten, die er ein- und ausfahren kann. Gräbt sich der Wurm durch den Boden, schiebt er seine Borsten heraus und gräbt sie wie Spikes in den Boden.

Die typische Bewegung beim Graben entsteht durch die Kontraktion der Längs- und Ringmuskeln. Zieht sich die Längsmuskulatur zusammen, wird der Wurm kurz und dick. Ziehen sich die Ringmuskeln zusammen, wird er dünn und lang. Mit seinem besonders muskulösen Vorderteil schiebt sich der Regenwurm in den Boden. Wie ein Keil bohrt er sich zwischen die Erdteilchen. Sobald der Regenwurm eine feine Spalte gegraben hat, zieht er seine hinteren Körpersegmente zusammen. Diese verdicken sich, wodurch die Bodenspalte ausgeweitet wird. Durch den jetzt erweiterten Gang zieht der Regenwurm den Rest seines Körpers nach. Mit den Borsten verhindert er, dass er während des Grabens zurückrutscht.

Die Borsten kann man mit den Fingern erfühlen und sogar hören, wenn man einen Regenwurm über ein Blatt Papier kriechen lässt.

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Warum laufen Ameisen Schlangenlinien?

red-57892_1280Ameisenstraßen besitzen so etwas wie unsichtbare Leitplanken. Beim „Anlegen einer Straße“ hinterlässt zunächst ein einziges Tier eine Duftspur aus Pheromonen. An dieser Spur orientieren sich nun alle nachfolgenden Ameisen. Sie riechen die Botenstoffe mit ihren beiden Antennen, die sie vorne rechts und links am Kopf haben. Sobald der Duft schwächer wird, weil sie vom Weg abkommen, wechseln sie zur anderen Seite. So entstehen die Schlangenlinien. Die Zeichnung links zeigt den „Normalfall“ dieses Bewegungsmusters. Entfernt man einer Ameise die linke Antenne, so ergibt sich das rechts gezeigt „Laufbild“: Die Ameise wechselt erst später nach links und sie verlässt die Ideallinie.

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