Warum ist etwas keinen Pfifferling wert?

Die Redewendung, dass etwas „keinen Pfifferling wert“ ist, bedeutet, dass es kaum oder gar keinen Wert besitzt. Ihren Ursprung hat sie in einer Zeit, als der Pfifferling – also der kleine, gelbe Waldpilz – tatsächlich als eher unbedeutend galt. Heute ist er eine geschätzte Delikatesse, doch im Mittelalter und in der frühen Neuzeit war er weit verbreitet, wuchs in großen Mengen und hatte deshalb keinen besonderen Marktwert. Wer Pfifferlinge sammelte, tat das eher nebenbei, sie galten als arme-Leute-Essen.
Eine zweite mögliche Herkunft liegt im alten Sprachgebrauch: „Pfifferling“ wurde im 16. und 17. Jahrhundert auch als Bezeichnung für eine winzige Münze oder Kleinigkeit benutzt. Sie war so gering an Wert, dass sie im Alltag kaum ins Gewicht fiel – perfekt geeignet also, um zu sagen, dass etwas praktisch nichts wert ist.
Ob als Pilz oder als Mini-Geldstück: Der Pfifferling stand sinnbildlich für etwas Geringes. Wenn wir heute sagen, etwas sei „keinen Pfifferling wert“, greifen wir damit auf diesen alten Vergleich zurück – und meinen damit, dass es sich schlicht nicht lohnt, dem noch Bedeutung beizumessen.
