|
Startseite » Der
Mensch » Augen » Warum
haben Babys blaue Augen?
Warum haben Babys blaue Augen?
Frage:
Stimmt es wirklich, dass alle Babys blaue Augen haben? Ist es nicht so,
dass die Augenfarbe vererbt wird?
Antwort:
In der Tat: alle Babys haben blauschimmernde Augen. Allerdings haben
nicht alle Säuglinge wirklich blaue Augen. Bei vielen sind die
Augen nur so hell, dass sie wie hellblau anmuten. Die tatsächliche
Augenfarbe entwickelt sich im Lauf des
ersten Lebensjahres.
Die Hellblau-Äugigkeit von Säuglingen erklärt sich so:
die Iris besteht, wie
bei Erwachsenen auch, aus zwei Schichten. Einer watteartig strukturierten
Oberfläche, dem sogenannten Stroma, und einer dahinter liegenden
Pigmentschicht, dem sogenannten Pigmentepithel. Dieses letztere enthält
beim Neugeborenen, anders als beim Erwachsenen, erst sehr wenig Pigment.
Das
führt dazu, dass das Licht, das durch die Iris ins Auge fällt,
von ihm kaum
absorbiert wird. Das wieder aus dem Auge heraustretende Licht erscheint
bläulich, da nur die langwelligen Lichtanteile resorbiert, die kurzwelligen
hingegen reflektiert werden.
Aufgrund der spärlichen Pigmentierung sind die Säuglinge auch
extrem
lichtempfindlich, vertragen kein pralles Sonnenlicht.
Die Annahme, dass
die Augenfarbe genetisch festgelegt und dominant vererbt wird, ist richtig.
Bei der Vererbung kann aber auch eine Generation übersprungen werden.
Hat
ein Kind blauäugiger Eltern dunkeläugige Grosseltern, wird
es wahrscheinlich
auch braune oder dunkle Augen bekommen.
Die hellen Augen Ihrer Schwiegermutter sind jedoch sicher keine Mitgift
an
die Kleine. Augen werden im Lauf des Lebens immer heller, sind also bei
einer alten Dame nicht anlagebedingt. Durch die Bewegung der Pupille
werden
mit den Jahren Pigmente aus der Iris "ausgeschwemmt". Ein Augenarzt
erklärt
das so: "Stellen Sie sich vor, Sie würden den ganzen Tag jemandem
die Hand
schütteln und hätten Sand in der Hand. Am Abend wäre der
Sand abgescheuert -
so ist das mit den Pigmenten auch."
|