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gräbt ein Regenwurm?
Wie gräbt ein Regenwurm?
Frage:
Ein Regenwurm hat weder Arme noch Beine. Wie also kann ein Regenwurm
sich so dermassen schnell durch die Erde buddeln?
Antwort:
An jedem Körpersegment hat der bei uns heimische "gemeine" Regenwurm
winzige Borsten, die er ein- und ausfahren kann. Gräbt sich der
Wurm durch den Boden, schiebt er seine Borsten heraus und gräbt
sie wie Spikes in den Boden.
Die typische Bewegung beim Graben entsteht
durch die Kontraktion der Längs- und Ringmuskeln. Zieht sich die Längsmuskulatur zusammen,
wird der Wurm kurz und dick. Ziehen sich die Ringmuskeln zusammen, wird
er dünn und lang. Mit seinem besonders muskulösen Vorderteil
schiebt sich der Regenwurm in den Boden. Wie ein Keil bohrt er sich zwischen
die Erdteilchen. Sobald der Regenwurm eine feine Spalte gegraben hat,
zieht er seine hinteren Körpersegmente zusammen. Diese verdicken
sich, wodurch die Bodenspalte ausgeweitet wird. Durch den jetzt erweiterten
Gang zieht der Regenwurm den Rest seines Körpers nach. Mit den Borsten
verhindert er, dass er während des Grabens zurückrutscht.
Die Borsten kann man mit den Fingern erfühlen und sogar hören,
wenn man einen Regenwurm über ein Blatt Papier kriechen lässt.
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