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funktioniert ein Radiergummi?
Wie funktioniert ein Radiergummi?
Frage:
Zum Glück gibt es ihn: den Radiergummi! Aber wie schafft es dieses
kleine Gummi-Teil, dass es unsere Fehler verschwinden lässt?
Antwort:
Die einzelnen Graphitteilchen des Bleistiftstrichs "verweben" sich
mit den Papierfasern. Der Radiergummi ist durch seine Konsistenz so flexibel,
dass er zwischen die einzelnen Fasern gelangt. Dabei reibt er die Graphitteilchen
mechanisch vom Papier ab (aus dem Lateinischen: radere = kratzen, schaben).
Feine sandige Zusatzstoffe wie zum Beispiel Bimsstein verstärken
die Reibung. Tintenradierer enthalten davon übrigens besonders viel,
denn Tinte ist schwerer abzureiben als Graphit.
Lange wurden Radiergummis aus Kautschuk hergestellt
(vgl. auch unten). Beim Vulkanisieren vernetzen sich Kautschukmoleküle mit Schwefelmolekülen.
Bei der Radiergummiherstellung wird die Vulkanisation nicht ganz bis
zum Ende durchgeführt (wie es zum Beispiel bei anderen Gummiarten
geschieht). So bleiben einige Kautschukmoleküle unvernetzt. Sie
unterstützen die Funktion des Radierers. An ihnen haften die abgeriebenen
Graphitpartikel. Eine wichtige Funktion hat der Zusatzstoff "Faktis".
Diese klebrige krümelige Substanz, die aus Pflanzenölen und
Schwefel hergestellt wird, nimmt die Graphitteilchen auf.
Je mehr Radiererfläche über das Papier reibt, desto mehr "Späne" können
sich von der Radiererfläche lösen und Graphit aufnehmen. "Radierexperten" schneiden
den Gummi deshalb sogar ein.
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